VVF
— Vorbereitung, Visum, Familie

Jeder, der einen Austausch auf irgendeine Art macht wird, an diesen Dingen nicht vorbeikommen: Vorbereitung(en), Visum und (Gast-)Familie. Bei manchen Organisationen fällt die Vorbereitung (zu) kurz aus, bei manchen die Auswahl der richtigen Familie. Da es so viele Länder gibt, ist EINE einzige gute Lösung nicht vollkommen möglich!

Vorbereitung

Bei AFS ist die Vorbereitung der „Hopees“ sehr wichtig, es gibt insgesamt 3 Wochenenden auf denen man auf viele Situationen im Ausland vorbereitet wird. Natürlich geht das nicht für jede Situation, aber so ein Vorbereitungswochenende ist eine extrem hilfreiche und auch lustige Sache, man lernt Leute kennen, die schon weg waren, Leute, die man alles fragen kann, die auch bereit sind zu antworten, man lernt andere Austauschschüler kennen, die in einer ähnlichen Situation sind wie man selbst…
Diese Vorbereitungen kommen bei anderen Organisationen wohl eher zu kurz, häufig bei den kommerziellen, die sich ihren Austausch auch teurer bezahlen lassen, diese Leute fragen mich dann: Was ist denn an einem Vorbereitungswochende so toll?

Nun ja, einfach erstmal die Leute, die man dort kennenlernt, sind immer supernett und man findet Kontakte in Teilen Deutschlands, die man so gar nicht kannte…
Dann die eigentliche Vorbereitung, es wird alles sagen wir mal „spielerisch“ näher gebracht, Dinge wie:
Sprich Leute direkt an, wenn du etwas haben willst.
oder:
Bei Problemen suche als erstes mal das Gespräch mit dieser Person, vielleicht ist es nur ein Missverständnis?! Das alles uuund noch viel mehr, wird erklärt, wenn man bei AFS Austausch maaaaacht!!
soviel dazu…
Auf der letzten „VB“ (Vorbereitung) bekommt man spezifische Informationen zu dem Land, in das man reisen wird… wie zum Beispiel über die Machokultur Lateinamerikas… und noch viel mehr!

Ich finde, dass diese Vorbereitungen wichtig sind, weil sie wirklich hilfreich sind, man fühlt sich sicherer, weil man weiß, dass man eine ungefähre Ahnung hat, was auf einen zukommt, gut, zu 100% weiß man das natürlich nie!

Visum

Allerdings der Hopee kann so gut vorbereitet sein wie er will, ohne Visum geht nichts.
Und man sollte auch hierauf „vorbereitet“ werden, es sind gefühlt 20.000 Ämtergänger für am Ende doch ein und dasselbe… Vorbereiten heißt in dem Fall Angaben seitens der Organisation an die Eltern, was alles besorgt werden muss (internationale Geburtsurkunde usw.)…
Gut, das geht bevor man in einem Land genommen ist, schlecht, da ja die Bestimmungen unterschiedlich sind, so musste zum Beispiel ein Freund von mir, der in die USA geht, mit seinen Eltern zusammen aufs Konsulat, und ihm wurden Fragen gestellt, bei bei mir mussten nur meine Eltern in der Botschaft von Costa Rica erscheinen – ohne mich.

Eine ungefähre Schätzung der Zusatzkosten wäre auch nicht schlecht gewesen… aber das ist alles nicht so wild, wenn man bedenkt, was man bald erleben wird!

Familie

Der wohl wichtigste Punkt im gesamten Jahr: eine Familie, die bereit ist einen Fremden für ein Jahr zu beherbergen und sich um ihn zu kümmern. Die Auswahl einer passenden Familie verläuft unterschiedlich:

Bei den kommerziellen Austauschorganisationen ist es oft so, dass sich der Hopee selbst seine Familie aussuchen kann, allerdings hat man keine Ahnung, was gut für einen ist, man bewertet oft nach Aussehen der Familie und dem Wohnort… wohnt die Familie zufällig nicht in Beverly Hills, sondern in Charlotte, wartet man auf die nächste, obwohl die Familie in Pennsylvania vielleicht die bessere Wahl gewesen wäre, weil sie den Hopee aufnehmen will, um Spaß mit ihr zu haben und Erfahrungen zu machen und nicht um Geld zu bekommen.

Deswegen ist es bei einigen ehrenamtlichen Organisationen so, dass sich die Familien aussuchen, wen sie nehmen, dadurch entsteht ein angenehmeres Zusammenleben – hoffentlich.

Was machen, wenn eine Familie nicht zu einem passt?

… und schon bemerkt man den Sinn von ausführlichen Vorbereitungen…
Während der Unvorbereitete in seinem Zimmer sitzt und sich fragt was er machen soll, sich an seinen Laptop setzt, um mit Freunden aus der Heimat zu chatten, spricht der Vorbereitete die Familie auf das Problem an. Wieder gilt, vielleicht nur ein Missverständnis. Kommunikation ist in solchen Fällen das Wichtigste, notfalls mit Händen, Füßen, Google-Übersetzer.
Wenn das nichts hilft und es gibt ein echtes Problem in der Familie, sollte man sich bei der Organisation melden und um einen Familienwechsel bitten, aber bitte nicht voreilig sein!
Allerdings ist es keine Schande die Familie zu wechseln, jeder fünfte macht das.
Schön ist es, das nicht zu müssen, dann verläuft das Jahr rund und geht zu schnell vorbei.

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