Kurz davor
— Was brauche ich?

Hallo liebe Austäuscher, Hopees und alle die auch Fernweh haben!
Bei mir beginnt die „Goldene Woche“, ich habe nur noch eine Woche in Deutschland, da fragt man sich doch langsam: Was brauche ich?

Außerdem beantworte ich heute ein paar Fragen, die mir in der letzten Zeit oft gestellt worden sind.

Ich packe meinen Koffer…?

Nimm möglichst wenig mit!

Von AFS wird einem gesagt: Pack deinen Koffer und nimm möglichst wenig mit, nur so viele Klamotten wie für den Anfang nötig, den Rest kaufst du dir aus landesmodischen Sachen, vielleicht sind dort die alle gleich aussehenden Hollister T-Shirts vollkommen out, vielleicht sind ja ganz andere Sachen in… außerdem spart man so Platz im Koffer, wenn man sowieso nur 20 bis 23 Kilogramm fürs Gepäck zur Verfügung hat!
Das heißt allerdings nicht, dass man mit nur einem T-Shirt und einer Jeans ankommen sollte… man sollte so packen wie für einen zwei Wochen Urlaub… und man hänge dann einfach noch ein Jahr „Urlaub“ hinten dran, dann passt schon alles!

Was ich sonst noch so einpacke, sind vor allem Gastgeschenke, also Geschenke für die Gastfamilie, nicht Geschenke an mich selbst ;-) Besonders passend sind immer Sachen aus der eigenen Stadt, Typisches fürs eigene Land, zum Beispiel ein Kochbuch der heimatlandtypischen Küche in der entsprechenden oder zumindest in englischer Sprache. Immer willkommen sind Leckereien wie Schokolade oder auch Gummibärchen, denn die „Echten“ von der Firma die mit H beginnt, gibt es in den meisten lateinamerikanischen Ländern nicht! Damit gehen 5 bis 6 kg für Klamotten (inklusive Schuhe!) und 3 bis 5 kg für Gastgeschenke weg, je nach dem wieviel man einpackt…

Lass‘ noch Platz in deinem Koffer frei!

Am besten stopft man das nicht noch unnötig mit Zeug voll, das man vielleicht brauchen könnte – wir sind beim Austausch nicht auf ’ner Campingfahrt mit MacGyver und eurer Tante väterlicherseits, die immer für alle Eventualitäten packt..!
Man lässt möglichst viel Platz für Sachen aus dem Gastland, die man dann wieder nach Deutschland mitnimmt!

Laptop? Kamera? Internet?

Eine Kamera ist nie verkehrt, man will ja auch was zeigen können, ich persönlich werde auch einige Bilder machen und hier veröffentlichen… mal sehen!
Manchmal wird gesagt, man solle seinen Laptop nicht mitnehmen, da man in die Lage kommen könnte, zu viel mit Zuhause zu „reden“ und zu wenig in Richtung des Gastlandes zu gehen.

Auch mal abschalten!

Dieses Risiko mag da sein, aber in modernen Zeiten ist fast jeder dauerhaft vernetzt, und es ist praktisch unmöglich, nicht mit dem Internet konfrontiert zu sein, außerdem will man doch auch Bilder zeigen können und Filme und so weiter, seinen Blog schreiben, Fotos hochladen… und wenn das Risiko zu groß ist, schaltet man einfach das Internet des Laptops ab.
Ich werde meinen Laptop auf jeden Fall mitnehmen, und kann das auch jedem guten Gewissens raten, ich denke in so einem Jahr hat man Besseres zu tun als mit den immer gleichen Freunden in Deutschland zu chatten, die sowieso tausende von Kilometern von einem entfernt sind – das Leben dort bietet bestimmt ausreichend Spannendes, so dass man nicht immer an diesen Geräten sitzt.

Oh, willst du wissen wie groß die Entfernung zwischen zwei Städten ist? Auf luftlinie.org kann man das bequem nachschauen! Dieser Link: ruft Karlsruhe-San José auf… es sind mehr als neuntausenddreihundert Kilometer…

Ach ja, man vergesse beim Packen sein Waschzeug nicht (im Handgepäck mitnehmen!) – ohne Zahnbürste und Zahnpasta, Duschgel usw. ist man in den ersten Tagen blöd dran… Wer kommt schon gerne mit den Essensresten aus dem Flugzeug zwischen den Zähnen, einem Mundgeruch, der einer Dogge Konkurrenz macht, zu seiner Gastfamilie?!

Wie mache ich das mit dem Handy?

Nochmal: in modernen Zeiten hat fast jeder ein Handy oder ein Smartphone, manche haben sogar zwei oder mehr, in ganz Deutschland gibt es mehr Handys als Menschen.
Auch mein Gastbruder ist mit einem Smartphone ausgestattet, und hat mir geraten, ich solle doch meines mitnehmen, da der Großteil der Costa Ricaner sowieso dauer-online ist.

[Costa Rica] Mir ist bereits aufgefallen dass alles, jede noch so kleine Sache auf Facebook gestellt wird, man hat im Durchschnitt 577 hochgeladene Fotos, auf denen alles gezeigt wird, was es zu wissen gibt. Man glaubt vielleicht, dass es hier schon arg ist, was manche auf Facebook stellen, das nehme man hoch 3 und addiere 42 dann hat man das, was in Costa Rica hochgeladen wird. Deswegen nehme auch ich mein Handy mit.

Ich brauch doch auch Geld!
Wo und wie krieg ich das her?

It’s not all about the money!

Aber vergessen sollte man es auch nicht, sonst kommt man nicht weit, denn man muss sich ja Klamotten und so weiter selber leisten, jaja, Gastmami zahlt auch nicht jede Jacke von A&F, die man sich leistet.

Geld kommt meistens von der Bank, das heißt ich muss ein Konto bei einer Bank eröffnen, bei der ich möglichst günstig weltweit abheben kann. Da EC-Karten nur in Europa vollkommen funktionieren, muss man auf die gute alte Kreditkarte zurückgreifen, allerdings sind solche Konten oft teuer.

Es gibt verschiedene Varianten, eine ist von der Postbank, ein Sparkonto 10 mal pro Jahr kostenlos weltweit Geld abheben, klingt nach wenig, reicht aber, da man

1. von Jahr 1 auf Jahr 2 da ist
2. man ja nur einmal im Monat Geld holen müsste, taschengeldähnlich

Dann gibt es eine meiner Meinung nach bessere Alternative: eine Kreditkarte der DKB.
Dort bekommt eine erwachsene Vertrauensperson bei einem gewissen monatlichen Mindesteinkommen eine Kreditkarte und kann weltweit sooft man will kostenlos abheben!
Funktioniert super, wir haben das im Letzten Winzkaff auf den Kapverden an einem alten Winzautomaten gemacht, klappt problemlos!
Aber das muss jeder selbst entscheiden, natürlich gibt es noch andere Varianten, aber das sind die, die mir am besten erscheinen, ist man nicht zufällig Kind eines Bänkers.

Brauche ich $ in cash oder reicht die örtliche Währung?

[Costa Rica] Für die Einreise sind auf jeden Fall US-Dollars notwendig für das Visum, wie viel ist verschieden. Ach ja und nicht vergessen, die örtliche Währung bis auf die Reste, die man aufheben will, vor Ende des Auslandsaufenthalts dort ausgeben, wenn man das Geld überhaupt zurücktqauschen kann, sind die Wechselkurse hier so besch…eiden, dass es sich nicht lohnt viel davon mitzubringen.

Das ist viel Stoff, der auch auf Vorbereitungen gesagt wird, aber wie in einem vorherigen Posting geschrieben, eine solche Vorbereitung bieten eben nicht alle Austauschorganisationen, und man hört die Frage doch sehr oft!

Und du?

Was sind deine Erfahrungen? Welche Tipps kannst du geben?
Hast du weitere Ideen für Gastgeschenke?
Weiter unten kannst du gerne dazu kommentieren!

Pura Vida!

Ahoi Leute, (t)’schüsselchen
Euer twiet Timo! ;)

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